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Corona-Zwischenbilanz – Fakten statt Meinungen

Über den Betriebsvergleich 4.0 wird eine Corona-Zwischenbilanz gezogen. Alle Informationen zur anonymen Teilnahme daran erhalten Sie unter www.zbg.uni-hannover.de/halbjahresvergleich und im Online-Seminar am 05. August um 15:30.

Kontrolle schafft Sicherheit

Die Kontrolle, ob sich Ihr Unternehmen in die richtige Richtung entwickelt, ist in unsicheren und dynamischen Zeiten wie diesen besonders wichtig. Umsatzsteigerungen im deutlich zweistelligen Bereich sind ein tolles Ergebnis. Es sollte aber auf keinen Fall vergessen werden, gleichzeitig die Entwicklungen der Aufwendungen und der Produktivität im Auge zu behalten. Auch auf den ersten Blick unbedeutende Veränderungen müssen hinterfragt werden, um später keine böse Überraschung zu erleben. Die Corona-Zwischenbilanz zeigt, wie das mit Hilfe der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) von der Steuerberatung funktioniert und welche Kennzahlen Sie beachten müssen.

DreiErfolgskennzahlen zeigen Corona-Auswirkung

Um die Entwicklung von Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz schnell bewerten zu können, werden bei der Corona-Zwischenbilanz für jeden Betrieb drei Erfolgsquoten berechnet und im Vergleich zu anderen Betrieben dargestellt. Die Rohertragsquote zeigt Ihnen zunächst, wieviel Prozent vom Umsatz Ihnen zur Deckung von Allgemeinen Aufwendungen und Löhnen bleibt. Also je höher, desto besser haben Sie verkauft. Hierzu ziehen Sie vom Umsatz den Aufwand für Material und Zukaufsware ab. Die Höhe der Rohertragsquote ist stark abhängig von den Einkaufs- und Verkaufspreisen. Auch die Höhe des Zukaufs im Verhältnis zur Eigenproduktion ist ein entscheidender Faktor. Beides war in Corona-Zeiten ungewöhnlich. Wenn beispielsweise der stark gestiegene Umsatz nur mit größerem Zukauf zu erzielen war, kann die Rohertragsquote im Vergleich zum letzten Jahr geringer sein.

Werden vom Rohertrag die Allgemeinen Aufwendungen abgezogen, erhält man die betriebliche Wertschöpfung. Das müssen Sie wissen, um beurteilen zu können, wie gut sie gewirtschaftet haben. Im Verhältnis zum Ertrag ergibt sich die Wertschöpfungsquote. Dieser Prozentsatz vom Ertrag steht zur Verfügung, um Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ihre Familienarbeitskräfte und sich selbst zu entlohnen sowie das eingesetzte Kapital zu verzinsen.

Das Ergebnis aus Wertschöpfung und Lohnaufwand inkl. Lohnansatz für Familienarbeitskräfte wird Reinergebnis genannt. Wird dieses Ergebnis ins Verhältnis zum Ertrag gesetzt, ergibt sich die Reinergebnisquote – der Erfolgsindikator, der alles Wichtige berücksichtigt, was Sie in unsicheren Zeiten im Auge behalten müssen. Was bleibt wirklich unterm Strich? Alle diese Berechnungen für die Corona- Zwischenbilanz übernimmt das ZBG für Sie kompetent und kostenfrei.

 

Exemplarische Darstellung betrieblicher Erfolgsquoten im Betriebsvergleich 4.0. 

Mit diesen drei Erfolgsindikatoren können Sie auf einem Blick erkennen, ob die Verkaufsleistung stimmt, der Aufwand noch angemessen ist und die Löhne evtl. auch mit zusätzlichen Aushilfen oder Bonizahlungen gut zu zahlen sind – und das alles im Vergleich zu ähnlich gelagerten Betrieben. Vielleicht erkennen Sie Schwachpunkte, dann können Sie für die zweite Jahreshälfte noch korrigierend eingreifen. Machen Sie mit! Es lohnt sich!

Für alle Fragen stehen Ihnen Ihre persönlichen Ansprechpartner beim ZBG, Peter Kohlstedt und Robert Luer, zur Verfügung (0511 762–5409, betriebsvergleich@zbg.uni-hannover.de).