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All you need is…?

All you need

Frisches Obst und Gemüse kommt jetzt nicht nur per Post zum Verbraucher, sondern irgendwie auch von der Post. Das gilt zumindest, wenn es bei allyouneed.com bestellt ist, denn dieser Lieferservice für Lebensmittel jeglicher Art gehört zur Deutschen Post DHL. Diese nutzt ihr Logistiksystem und bietet Kunden laut Pressemitteilung vom 13. Mai 2014 eine „neue Frischequalität“: Wer bis 24 Uhr am Vortag bestellt, kann die Früchte schon zwischen 18-20 Uhr am anderen Abend entgegen nehmen. Die Lieferung erfolgt laut Händlerangaben „frisch vom Großmarkt“ zunächst in zahlreichen deutschen Großstädten ab einem Warenwert von 30 Euro kostenfrei, in kompostierfähigen Materialien. In einer Presseerklärung des Lieferservice heißt es: „Bis zur Übergabe sind die Waren in versiegelten Frische-Boxen verstaut, die erst beim Kunden geöffnet werden. Mit einem Blick in die Tüten kann der Kunde die Qualität der Lieferung sofort überprüfen. Das ist wie „Einkaufen im Supermarkt“ nur direkt an der Wohnungstür.“

Das Konzept „einkaufen wie im Supermarkt“ mag möglicher Weise „all you need sein“ – ist es auch „all we want“? Wie sieht es mit Auswahlmöglichkeiten, Warenpräsentation, Einkaufsatmosphäre, usw. aus? Bedenken zu hohen Lieferkosten, mangelnder Warenqualität, Unterbrechung der Kühlkette und eingeschränkte Warenbegutachtung vor dem Kauf der Lebensmittel sind laut einer aktuellen Umfrage der KPMG zu „Food online“ die hauptsächlichen Hindernisse, um Lebensmittel im Internet zu bestellen. Da sich jedoch 75% aller Befragten vorstellen können, Lebensmittel im Internet zu bestellen, wird sich die Obst- und Gemüsewirtschaft mit diesem Thema weiter auseinandersetzen müssen, zumal nicht alle Kunden dasselbe brauchen und schon gar nicht dasselbe wollen.