Login

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Sprachauswahl

 
Français
 
English

Von Pflanzenverweigerern zu Pflanzenfans! Junge Kunden für grüne Produkte begeistern.

Die Studie zur Konsumententypologie im Zierpflanzenmarkt zeigt eindrucksvoll, dass sich Verbrauchereinstellungen verändern. Die jungen Generationen lernen aktuell nicht, Blumen und Pflanzen zu kaufen. 

Alte Abverkaufs- und Warenpräsentations-Konzepte greifen bei der Jugend nicht.

Die Gartenbaubranche muss sich aktiv mit den jüngeren Zielgruppen auseinandersetzten, insbesondere weil gerade die Generation Y im Grunde für unsere Produkte affin ist und den Konsum von Blumen und Pflanzen eigentlich wieder leicht erlernen kann.

So ist bekannt; dass bei der Generation Y weniger Geld, als viel mehr Freizeit, Lebensqualität und Unabhängigkeit als neue Statussymbole gelten. Auch ist bekannt, dass 

    • die Generation Y eine starke Präferenz für gesunde und regionale Produkte hat,
    • die Qualitätsorientierung dieser Generation im Vergleich zu früheren Generationen deutlich gestiegen und die Preissensibilität gesunken ist,
    • sie den Qualitätsbegriff neu definiert (nicht nur das Produkt selbst, sondern auch der Herstellungsprozess und Hersteller sind entscheidend für die Qualitätsbeurteilung) und
    • das Vertrauen in das Qualitätsversprechen von bekannten Marken sowie die Orientierung an Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld stark ausgeprägt sind.

 

Diese Einstellungsmuster sprechen dafür, dass es gelingen kann, die Jugend von unseren Produkten zu begeistern. 

Im Rahmen der "Zukunftsstrategie Gartenbau" wurden einige Handlungsfelder zur Orientierung abgeleitet, um die Branche für die jungen Käuferschichten hip zu machen. 

 

Die Handlungsfelder lauten: 

a) Unsere Pflanzen müssen bei der Jungend viel besser in Wert gesetzt werden.

b) Unsere Produkte und Dienstleistungen müssen für die jungen Käufer optimiert werden und an ihre Bedürfnisse angepasst werden.

c) Unsere Vertriebsformen müssen hinsichtlich einer verbesserten und bequemeren Verfügbarkeit unserer Produkte optimiert werden. Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch beim Vertrieb online / stationär. 

d) Es müssen Wertschöpfungsketten aufgebaut werden, die es erlauben die Forderungen der jungen Käufer ideal zu bedienen in Bezug auf Verfügbarkeit, Transparenz und Werteversprechen. 

Jeder Gärtner und Florist muss in seinem Umfeld schauen, wo und wie er diese Handlungsfelder mit Maßnahmen füllen kann und Berührungspunkte zu den jungen Kunden - der Generation Y - schaffen kann. 

Dabei ist es wichtig, individuell vor Ort zu handeln. Denn junge Leute hassen nichts mehr, als wenn ein Unternehmen nicht einzigartig und authentisch ist.

Wer allerdings in dem Glauben, dass die Konsumenten automatisch nachwachsen, abwartet was passiert, hat sich die junge Generation schon heute verspielt. Diese Erkenntnis ist die wichtigste und der erste Schritt zum Handeln!

 

Andreas Löbke / CO CONCEPT